31703 Death Ship

Ihrem Namen machen die Ancestors nun wahrlich mächtig viel Ehre. Denn Vorfahren hat selbst eine ausgebuffte Rockband wie diese zum Fünfer angewachsene Truppe aus Los Angeles – sogar recht große. Denn zu ihren musikalischen Ahnen zählen Pink Floyd. Mindestens. Denn dieses Auf- und Abschwellen der Stücke, dieses Strömen, Fließen und Gleiten bekommt die Formation besonders gut hin. Doch das Quintett belässt es nicht bei Ähnlichkeiten. Die Ancestors greifen weit aus – nach weiteren Sounds, die sie in prächtige Landschaften verwandeln. Die Suche der Südkalifornier geht auf ihrer jüngsten Scheibe „Suspended in Reflecions“ weiter: Eine Kirchenorgel mit ihren vielen Pfeifen darf großartige Akzente setzen. Der Bass schwingt hinüber zum Jazz. Streicher bilden weitere Strukturen. Um sich bald wieder aufzulösen. Ein Aufbruch, den man nicht verpassen sollte. Nach immerhin sechs Jahren Sendepause.

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Noch ein Dreier, der denkbar düster dröhnt und donnert. Noch dazu aus Berlin, das ja etliche Jünger hat, die im Stoner Rock und angrenzenden Schmutzecken wie Doom räudigen Radau veranstalten. Wie Earth Ship es tun. Konzentriert aufs Wesentliche. Worte – gefaucht und ausgespuckt. Bass wummert an der Schmerzgrenze. Becken scheppern und Felle werden malträtiert. Darüber dreht die Stromgitarre mit viel Fuzz ihre Runden. Eine perfekte Ökonomie. Earth Ship und Crowbar am Sonntag, dem 14. Oktober, um 19 Uhr im S036 in Berlin-Kreuzberg.

Earth Ship: Resonant Sun. Pelagic Records.

Fast könnte man sagen, Dead Meadows versprühen den Charme einer vergangenen Ära. Schließlich existiert das Trio seit zwei Dekaden. In diesem Abschnitt legten sie immer wieder ein paar Aufnahmen vor. Die jüngsten davon sind eine nahezu gemächliche Angelegenheit des genussvollen Umgangs mit Verzerrer-Effekten. Alle Liebe dem Wah-Wah! Das Tempo wird selten forciert. Doch das selige Grinsen will nicht weichen, wenn die Truppe in psychedelische Gefilde eintaucht oder jene des Stoner Rock. Jason Simon (Gesang und Gitarre), Steve Kille (Bass und Sitar) und Juan Londono (Schlagzeug) sind längst eine Institution der Szene. Sie rufen die guten frühen Tage auf, als wir Black Sabbath, The Cream und etliche andere auf dem Schild trugen. Dead Meadow aus Washington D.D. kann man am Sonntag, dem 14. Oktober, um 20 Uhr im Musik und Frieden in Kreuzberg erleben.

Dead Meadow: The Nothing They Need. Cargo.

Source : http://www.maz-online.de/Nachrichten/Kultur/Rock-von-den-Ancestors-Earth-Ship-Death-Meadow-und-Halestorm-erschuettert-Berliner-Buehnen

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